Dokumentation und Zeugnis

Die Begleitung und Dokumentation der individuellen Entwicklung eines Kindes hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert und unterscheidet sich bewusst von herkömmlichen schulischen Beurteilungssystemen.

oAm Ende jedes Schuljahres erhalten die Eltern ausführliche, mehrseitige Entwicklungsberichte. Darin wird beschrieben, womit sich das Kind im Laufe des Jahres beschäftigt hat, welche Fähigkeiten es bereits gut entwickelt hat und in welchen Bereichen es noch Vertiefung oder Unterstützung brauchen könnte. Diese Berichte geben einen umfassenden Einblick in Lernprozesse, Interessen und persönliche Entwicklungsschritte des Kindes. Ergänzend dazu stellen wir Zeugnisse aus, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Während des gesamten Schuljahres stehen wir in regelmäßigem Austausch mit den Eltern. Gespräche können jederzeit vereinbart werden, insbesondere dann, wenn Fragen oder Unsicherheiten entstehen. Eine wichtige Grundlage unserer Arbeit ist das gegenseitige Vertrauen – das Vertrauen darauf, dass alle Beteiligten das Beste für das Kind wollen

Dokumentationen

Die Entwicklungsdokumentationen sind ausführliche Berichte, die ausschließlich für die Eltern bestimmt sind und keinen offiziellen Charakter haben. Sie beschreiben, wie die Pädagog:innen das Kind im schulischen Alltag erleben, welche Lern- und Entwicklungsschritte sichtbar werden und wie sich das Kind in unterschiedlichen Situationen zeigt. Auch Arbeiten der Kinder, ihre Herangehensweisen und ihr Verhalten werden darin eingeordnet und erklärt, um Eltern ein differenziertes Bild der Entwicklung ihres Kindes zu vermitteln.

Zeugnisse

Unsere SchülerInnen bekommen auch Zeugnisse, die den Vorgaben der öffentlichen Hand entsprechen und mit denen wir den gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen. In der Primaria sind es einfache Formulare in denen nur angemerkt, ob das Kind die Schulstufe positiv abgeschlossen hat und berechtigt ist, in die nächste Schulstufe aufzusteigen. In der Sekundaria gibt es Zeugnisse mit einer etwas ausführlicheren verbalen Beurteilung. Notenzeugnisse dürfen wir keine vergeben, sondern nur verbale Beurteilungen.

Anerkennung unserer Zeugnisse

Da unsere Zeugnisse verbale Beurteilungen enthalten, lassen sie sich nicht unmittelbar mit den üblichen Bewertungsschemata öffentlicher Schulen vergleichen. Daher sind in vielen Oberstufen Aufnahmeprüfungen vorgesehen, die unsere Schüler:innen bisher ausnahmslos erfolgreich absolviert haben. Insgesamt erleben wir, dass unsere Absolvent:innen vielfältige Wege finden und ihren weiteren Bildungsweg erfolgreich fortsetzen.

Bildungswege und Gespräche mit Eltern

In der Sekundaria vermerken wir in den Zeugnissen, welchem Kompetenzniveau das Kind aktuell entspricht. Diese Information soll Eltern dabei unterstützen, gemeinsam mit ihrem Kind über mögliche nächste Schritte nachzudenken – sei es der Weg in eine höhere Schule oder eine andere Form der Ausbildung.

Meist verändern sich Vorstellungen, Wünsche und Perspektiven im Laufe der Schulzeit. Bildungsentscheidungen sind komplex und von vielen Faktoren geprägt. Während sich Eltern junger Kinder meist vorrangig Schutz, Geborgenheit und eine Umgebung ohne Vorgaben wünschen, liegen die Erwartungen im Teenager-Alter dann vermehrt bei Leistung und Lernbereitschaft. Mit Eltern diesen Weg, der keine kurzfristigen Kehrtwendungen zulässt, zu gehen, kann herausfordernd sein. Unser Anliegen ist es, Kinder ehrlich und realistisch zu begleiten, ihre individuellen Begabungen sichtbar zu machen und sie bestmöglich auf unterschiedliche Bildungswege vorzubereiten.

 

 

zum Weiterlesen:

Erwartungen an Eltern

Wenn die Schulzeit des Kindes möglichst störungsfrei ablaufen soll, müssen Schule und Elternhaus zusammenarbeiten. Das ist in einer freien Schule noch einmal wichtiger als in einer Regelschule, weil die Kinder nicht mittels Sanktionen zu Kooperation gezwungen werden können.

Eigener Lehrplan

Das generelle Ziel der Schule ist, die Kinder in 8 Jahren zu selbständigen, sozial kompetenten Jugendlichen zu erziehen, die Werte haben und vertreten. Sie nehmen ihre Verantwortung wahr, treffen Entscheidungen und können deren Konsequenzen einschätzen und tragen. Sie üben Rücksichtnahme gegenüber Schwächeren und behandeln ihre Umgebung mit Respekt.

Umsteigen in die Regelschule

Können die Kinder in normale Regelschulen umsteigen?

Ja. Zur richtigen Zeit. Das heißt, nach acht oder neun Jahren.