Umsteigen in die Regelschule

Können die Kinder in normale Regelschulen umsteigen?

Ja. Zur richtigen Zeit. Das heißt, nach acht oder neun Jahren. 

Auf den Zeitpunkt kommt es an

Die Neue Schule ist auf acht Jahre ausgelegt. Ein verfrühter Wechsel in eine Regelschule ist nicht ratsam und wird von uns auch nicht unterstützt. Es ist nicht sinnvoll, Kinder zu einem ungeeigneten Zeitpunkt auf ein anderes System – das ihren Bedürfnissen in keiner Weise gerecht wird – umzustellen.  

Mit 14 Jahren sind Jugendliche in ihrem abstrakten Denken und ihrer Zielorientierung in der Regel reif genug, um mit einem anderen Schulsystem problemlos zurecht zu kommen. Sie wissen meist was sie wollen, können mit stündlich wechselnden Bezugspersonen umgehen, sich auf 50-Minuten-Einheiten einstellen und den hohen Anforderungen an ihr Abstraktionsvermögen gerecht werden. Dann gehen sie den selbstgewählten Weg und passen sich meist mit Selbstsicherheit und Begeisterung an ein neues System an.

Warum sollten Jugendliche mit 14 auch nicht schaffen, was von Sechsjährigen ganz selbstverständlich verlangt wird?

Und auf die richtige Vorbereitung

In den letzten zwei bis drei Jahren werden die Jugendlichen – in Absprache mit ihnen und ihren Eltern – gezielt auf einen Umstieg in eine Oberstufe oder auch ins Berufsleben vorbereitet. Von uns kommt „so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig“. Insbesondere wird darauf geachtet, dass die SchülerInnen in den Hauptgegenständen – Deutsch, Mathematik, Englisch – den selben Stoff bewältigt haben wie die Kinder aus Regelschulen. Das wird von normal begabten Jugendlichen erfahrungsgemäß problemlos erreicht. In den „Nebenfächern“ (Biologie, Geschichte, Geographie, Physik, Chemie,…) haben die Jugendlichen aus Alternativschulen meist ohnehin eine umfassendere Allgemeinbildung als Gleichaltrige aus öffentlichen Schulen. Mit 14 oder 15 Jahren wird ein Schulwechsel erfahrungsgemäß ohne Schwierigkeiten gemeistert.

Kleinere Umstellungsschwierigkeiten

Hier ein paar Probleme, von denen ehemalige Schülerinnen berichtet haben:


Die Lehrerin im BORG hat mich mit DU angeredet, so wie ich das immer gewohnt war. Also hab ich natürlich mit DU zurück geredet, so wie immer. Es hat zwei Tage gebraucht, bis ich gemerkt hab, dass alle kichern. Ich hab mich dann bei ihr entschuldigt, aber sie fand´s eh nicht schlimm.


Es war zuerst schon komisch, dass ich nicht einfach aufstehen und zum Fenster oder aufs Klo gehen konnte. Aber nach ein paar Tagen hab ich mich dran gewöhnt gehabt.


„Zuerst war ich entsetzt, wie´s zugeht – dass die überhaupt nicht zuhören, reden während der Lehrer redet, Papierdln am Boden schmeißen, sogar mit Essen durch die Gegend schießen. Wie viel Zeit die vergeuden!“

Die schreiben dort ihre Aufgaben einer vom anderen ab. Ich hab sie gefragt – was bringt euch das? Da haben sie mich genau so groß angeschaut wie ich vorher sie.“

Bei der ersten Prüfung war ich total nervös. Aber schon bei der zweiten nicht mehr.“

zum Weiterlesen:

Und danach?

Stimmen von AbsolventInnen:

in Großteil unserer Schülerinnen und Schüler steigt in Oberstufenrealgymnasien oder berufsbildende Schulen um und findet sich dort hervorragend zurecht.

Digitale Medien

„Fit für die Welt von morgen“ bedeutet für uns nicht, Kinder früh mit digitalen Medien zu konfrontieren, im Gegenteil.

Galerie

Die Neue Schule gibt es seit 2004. Viele schöne Erlebnisse!